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ARD und Co feiern Hochzeit

Freilich freut es mich, wenn zwei Menschen sich das Ja-Wort geben und darüber berichtet wird, gerade auch im Hinblick auf die anderen, traurigen Nachrichten des Tages über Terroranschläge, Aufstände und Bürgerkriege. Ein Blick ins Fernsehprogramm des gestrigen Tages zeigt aber, dass sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten immer mehr den privaten Sendern annähern. Warum reicht ein einfacher Bericht in den stündlichen Nachrichten über die Hochzeit, ggf. kombiniert mit einer vorangeganenen einstündigen Dokumentation nicht aus?

Ist es wirklich nötig und legitim, dass ARD und ZDF sechs bzw. sieben Stunden live darüber berichten? Scheinbar ist eine PR-Veranstaltung der nicht mehr zeitgemäßen Aristokratie, bei der britische Steuergelder hinausgeworfen werden, wesentlich wichtiger als beispielsweise 2009 die konstituierende Sitzung des deutschen Bundestages, die von ARD und ZDF nicht live übertragen wurde, sondern auf Phoenix abgeschoben wurde.

Christoph Süß verteidigte am Donnerstag in "quer" das Sendeverhalten der Öffentlich-rechtlichen damit, dass man schließlich eine hervorragende Quote damit erzielen würde. Eine möglichst hohe Einschaltquote zu Erzielen ist meiner Meinung nach nicht die Aufgabe von ARD und Co. Dies ist aber nicht das Einzige, dass im öffentlich-rechtichen Rundfunkwesen in den letzten Jahren falsch läuft: Gebührenpflicht für PCs, Werbung, Einfluß der Parteien, Methoden der GEZ usw. Die geplanten Änderungen für den 15. Rundfunkstaatsvertrag versprechen leider keine Besserung, im Gegenteil.

Mein Wunsch wäre eine komplette Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunkwesens:

  • Abschaffung der GEZ
  • Verschlüsselung der über das Internet ausgestrahlen Inhalte; Zugriff bekommen alle Gebührenzahler
  • Selbiges wäre auch für den klassischen Empfang über den Fernseher denkbar.
  • Werbeverbot für die öffentlich-rechtlichen Sender
  • Parteimitglieder raus aus den Rundfunkräten

Daneben würde ich mich auch freuen, wenn sich die Briten für eine Republik entscheiden würden, in der das Amt des Staatsoberhauptes nicht mehr von einer Familie gestellt wird.

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