10.07.2017

Seminarwochenende der Jungen Ökologen in Würzburg

Gruppenbild der Jungen Ökologen mit der ÖDP-Bundesvorsitzenden

Die Jungen Ökologen beim Diskutieren

Besuch im örtlichen Unverpackt-Laden

Geselligkeit gehört auch dazu ;)

Vom 7. bis 9. Juli veranstaltete der Bundesverband der Jungen Ökologen (JÖ) in Eigenregie ein Seminarwochenende mit dem Schwerpunkt Wirtschaftspolitik in Würzburg. 19 JÖ-Mitglieder aus ganz Deutschland kamen zusammen, um sich bei einem abwechslungsreichen Programm kennen zu lernen und miteinander zu diskutieren.

Zu Beginn berichtete ÖDP-Bundesvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz als Expertin von der politischen Arbeit der Partei und gab einen detaillierten Einblick in deren Entwicklung. „Engagement in der ÖDP ist die beste Möglichkeit, zu Verbesserungen in der Politik beizutragen!“, bestärkte sie die Seminarteilnehmer, die vielfach bereits auf verschiedenen Ebenen bei den JÖ sowie in der ÖDP aktiv sind und sich für eine Welt einsetzen, in der Mensch und Umwelt deutlich vor Profit stehen.

Am Samstag begann der Seminartag mit einer vertieften Auseinandersetzung mit dem eigenen Parteiprogramm in Abgrenzung zu den Forderungen anderer Parteien. Neben der Umweltpolitik wurden vor allem in der Wirtschaftspolitik wichtige Alleinstellungsmerkmale der ÖDP benannt, die aus der Ausrichtung am Gemeinwohl sowie einer fairen Familien- und Sozialpolitik resultieren.

Passend zum Parteiprogramm erfolgte mittags ein Besuch im Unverpackt-Laden Würzburg, in dem Inhaberin Susanne Waldmann das Konzept erklärte. Auf kleinem Raum findet sich das ganze Sortiment des täglichen Bedarfs: von Nudeln, Reis, Getreide und Tee über Bruchschokolade bis zu Seife und Spülmittel. Auch frisches Brot, Milch, Käse, Obst und Gemüse sind dort unverpackt erhältlich. Fast alles ist kontrolliert biologisch, fair gehandelt sowie möglichst regional. „Unverpackt einkaufen ist hier ganz einfach“, stellten die Seminarteilnehmer fest und nutzten die Gelegenheit, gleich für das Mittagessen einzukaufen.

Nachmittags folgte ein Workshop zum Weltwirtschaftssystem. Zunächst wurden die Funktionsweise des Welthandels sowie zentrale Begriffe erarbeitet. Im Anschluss wurde spielerisch der Welthandel simuliert und die Teilnehmer erfuhren an Hand ihrer Rollen als Regierungsvertreter fiktiver Länder Macht und ökonomische Stärke auf der einen Seite sowie Ohnmacht und Chancenlosigkeit auf der anderen. Als Fazit hielten die Jungen Ökologen fest, dass ein Einsatz für einen fairen Welthandel unabdingbar ist: Fairer Handel statt Freihandel! Anschließend ließ man den Samstagabend gemütlich auf dem Kiliani-Volksfest ausklingen.

Der letzte Seminartag begann mit einer Debatte zum Humanökologischen Grundeinkommen. Als Referenten und Experten standen hierfür Norbert Peter aus dem BAK Grundeinkommen sowie Bernhard Suttner als Vertreter der Grundeinkommensskeptiker zur Verfügung. Sie stellten zunächst ihre Positionen vor und bereicherten die Debatte um ihr Hintergrundwissen und ihre Argumente. Nach einer ausführlichen Diskussion wurde ein Stimmungsbild zum Humanökologischen Grundeinkommen unter den Seminarteilnehmern erstellt. Das aktuelle vom BAK erstellte Konzept (nachzulesen in der Infofibel zum höGE) fand knapp keine Mehrheit. Große Einigkeit bestand jedoch darin, dass die Idee des Grundeinkommens weiterverfolgt und das bestehende Konzept unbedingt weiterentwickelt werden soll. Zudem stellten sich die Jungen Ökologen klar hinter den Beschluss vom Bundesparteitag im Mai in Ingolstadt. „Politik macht Spaß, Verantwortung auch“ war das Resümee des Seminarwochenendes. Auf Grund des großen Zuspruchs wird der Bundesvorstand der JÖ 2018 wieder eine solche Veranstaltung anbieten.