Habt ihr noch freie Plätze im Bus?

Ein Beitrag von Jannik Schestag, Mitglied der Jungen Ökologen in Hessen. Er ist Direktkandidat für den Wahlkreis 13 (Marburg II) zur hessischen Landtagswahl am 28.10.2018.

Zwei Wochen war dies die Frage, die ich am meisten gestellt bekommen habe. Ich habe aus der Universitätsstadt Marburg die Busse zur Großdemonstration am Hambacher Wald, gestellt. Niemals hätte ich mit einer derartigen Resonanz gerechnet. Im Vorfeld habe ich natürlich mit verschiedenen Menschen über den Plan gesprochen. Wir waren der Überzeugung, dass zwei Busse wohl zu viel wären. Immerhin habe ich zum selben Thema (Kohleausstieg) im Juli in Nordhessen gerade einmal fünf Personen zur Demonstration nach Leipzig bekommen.

Da die Demo am 6.Oktober doch eher kurzfristig bekannt gegeben wurde habe ich erst etwa 20 Tage vorher begonnen wirklich aktiv zu werden.

Nachdem aber sehr schnell der erste Bus voll war habe ich noch einmal kurzfristig einen zweiten Bus bestellt. Nun wurde es aber heikel. Die Firma bei der ich diese beiden Busse bestellt habe sagten schon, dass es der letzte Bus sei. Doch wie man schon ahnen kann war damit nicht genug getan. In der ersten Oktoberwoche bekam ich jeden Tag mehrere Dutzend Mails, so dass ich jeden Tag etwa fünf Stunden am Antworten auf Anfragen war. Da hat die Werbung über alle Kanäle der Stadt (u.a. BUND, Greenpeace, Naturfreunde, Campact, aber auch die SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft), Weltladen, Attac und sogar dem Christus Treff) gute Wirkung gezeigt. Da ich nicht mit dieser Resonanz gerechnet hätte habe ich auch meine Handynummer herausgegeben. Das hat sich im Nachhinein als unklug herausgestellt. :D

Schlussendlich haben wir aus der Mittelstadt Marburg komplette fünf Reisebusse gefüllt bekommen. Die drei weiteren Busse je von einer anderen Firma. Das war es auch ein gewaltiger Act so viele Busse zu organisieren, da viele Busunternehmen plötzlich ausgebucht waren.

 

Vor Ort war es dann eine große Party. Nachdem am Tag zuvor Aachen und Münster uns die Demonstration erlaubt und einen vorläufigen Rodungsstopp verhängt haben war die Stimmung gelassen. Da auch das Wetter gut mitgespielt hat konnten wir alle richtig feiern. Kritik an der Organisation vor Ort gibt es natürlich. Trotzdem bin ich stolz darauf, dass ich so vielen Menschen helfen konnte zu der Veranstaltung zu gelangen. #HambiBleibt


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